Verwöhnt oder einfach zu alt zum zocken?

  • "Hach, früher war einfach alles besser!" Früher, als ich rund um die Uhr zocken konnte - jedes Genre, Spiele von jedem Publisher und Entwickler, jedes Setting und jede Grafikmissgeburt. Doch irgendwas veränderte sich mit der Zeit...

    Inzwischen ist die Zeit zum zocken kostbar geworden, da das echte Leben einen höheren Stellenwert einnimmt und wesentlich mehr Zeit und Nerven verschlingt, als jedes RPG es jemals tat.


    Obwohl die Gaming-Abende also wesentlich seltener vorkommen und ich viel weniger Lebenszeit beim spielen vergeude, kommt es immer öfter vor, das ich einfach nicht weiß was ich eigentlich spielen soll oder gar kein Lust zum spielen habe, obwohl ich Zeit hätte.
    Da freue ich mich mehrere Wochen auf ein Gaming-Wochenende, nur um dann planlos durch die überfüllten Bibliotheken von PSN und STEAM zu scrollen. Was wie eine anfängliche Gaming-Depression aussah, wurde inzwischen fast zur Routine. ||


    Umso tragischer, das es auch immer mehr meiner Gaming-Bro`s so geht und wir uns nicht mal mehr gegenseitig motivieren können. Erst herrscht gemeinsame Vorfreude, "sich endlich wieder online zu treffen und die digitalen Welten unsicher zu machen", nur um dann gemeinsam durch die Bibliotheken zu scrollen und über den Sinn zu philosophieren. Was ist mit uns passiert? :/


    Sind wir verwöhnt von all den Grafikperlen, den riesigen Welten, den packenden Storys, den innovativen Spielmechaniken und den "WOW!-Effekten" vergangener Gaming-Highlights?


    Sind wir übersättig durch zu viele Spiele? "Verlockende Angebote", die man uns in Summer-, Winter- und Holiday Sales vermeintlich hinterhergeworfen hat und die nun in den Bibliotheken ungespielt verrotten?


    Sind wir derart abhängig, das „der nächste Schuss“ immer heftiger sein muss, um alles vorherige zu übertrumpfen? Oder sind wir einfach alt geworden?

  • Mir gings/gehts noch nie um die Grafik. Es zählt alleine nur die Story. Siehe Fallout 2, Mass Effect 1, Far Cry 1, Age of Empires 1, Deus Ex, Deus Ex Inviseble War und Call of Duty 1. Fallout 1 habe ich nie wirklich gezockt.


    Aber erst mal zu Falloaut 1:


    Sehr Runderbasiert (kann man ausschalten,) witzige Zufallbegegnungen und eine super Story.


    Mass Effect 1:


    Quasi ein muss für jeden der die Mass Effect Reihe spielen will. Zwar keine hübsche Grafik aber die Story mal wieder erste Sahne und das Vorbild/Abtrünnigen System.


    Far Cry 1:


    Gegen Mutanten kämpfen? Und noch gegen Söldner? Klaro, warum nicht.


    Und so weiter. Tolle Grafik? Nein danke. Bei mir geht die Story immer vor, egal wie alt das Game ist. Grafikperlen? Ist was für Menschen ( meiner Meinung nach ) welche sich auch von Gaming-Hype locken lassen.

  • Ich hatte so eine Phase mit Mitte 20... da wusste ich einfach nicht, was ich spielen soll und alles, was ich angefangen habe, hat mir irgendwie nicht so richtig Spaß gemacht. Damals dachte ich mir auch: "War's das jetzt mit zocken? Bin ich zu alt dafür geworden?"


    Irgendwann kam die Lust dann wieder. Mittlerweile bin ich Anfang 30 und zocke mal mehr, mal weniger. Es gibt Tage, da spiele ich gar nicht, dann gibt es wieder Wochenenden, an denen ich fast nichts anderes mache. So viel anders wie damals zu meiner Schul- oder Studienzeit ist das nicht, da habe ich manchmal auch nur 1-2 Stunden am Tag für so etwas Zeit gehabt. Ich merke aber, dass ich die freie Zeit bewusster wahrnehme. Als Erwachsener hat man den Kopf eben deutlich voller und trägt mehr Verantwortung. Man neigt wahrscheinlich auch eher dazu, sich und andere Dinge zu hinterfragen. ;)


    Und ja, ich denke, dass viele Gamer sehr verwöhnt sind. Heute muss ein Spiel eben perfekt sein, Fehler werden schlechter verziehen. Leute können stundenlang über die Schwachstellen von Spielen philosophieren, sind aber kaum mehr in der Lage, ein Spiel einfach zu genießen - auch wenn es nicht perfekt ist. Natürlich sind die Spieler daran nicht allein schuld, denn jeder neue Titel verspricht heute der beste, größte und tollste zu sein. Dass das alles Marketinggeblubber ist - eigentlich weiß man das, aber man möchte eben doch gern glauben, dass Spiel XY der ersehnte Heilsbringer ist.


    Das heißt natürlich nicht, dass es keine schlechten Spiele gibt. Es gibt haufenweise schlechte Spiele, die Dichte ist deutlich größer als früher, weil es einfach viel, viel mehr gibt! Kein Wunder, dass viele Spieler frustriert sind oder dem Zocken irgendwann überdrüssig werden, wenn einfach "alles" scheiße ist.

    Ist es denn wirklich so? Nein, denn es gibt unfassbar viele tolle Spiele.

    Aber auch das tollste Spiel kommt gegen die Erwartungen und Wünsche des Einzelnen nicht an. Jeder ist seines Glückes Schmied und ich denke, im Gaming ist das auch oft so. Ich erlebe in meinem Freundeskreis auch wachsende Unzufriedenheit und Ungeduld. Dass sie aber aufgrund ihrer Einstellung auch einen Teil dazu beitragen, ist ihnen schwer begreiflich zu machen. Ich war auch mal so, mittlerweile gehe ich an jedes Spiel neugierig und offen heran - und was soll ich sagen? Ich habe in den seltensten Fällen keinen Spaß.


    Jeder Mensch ist anders. Dem einen fällt es leicht, über Schwächen hinweg zu sehen, der andere kann das partout nicht. Der eine probiert gern neue Genre aus, der andere will immer nur Rollenspiele zocken. Dem einen ist Grafik egal, der andere will Fotorealismus. Und und und. Ich finde, wir leben in einer verdammt tollen Spiele-Zeit, weil es so viel Auswahl und Möglichkeiten gibt, aber gleichzeitig liegt darin eben auch die Gefahr des überdrüssig werden oder unerreichbare Ansprüche zu setzen. Vielleicht hilft es, sich darauf zu besinnen, warum man eigentlich Videospiele spielt ... und zu versuchen, genau dieses Gefühl wieder zu finden. Sei es mit einem alten oder neuen Titel. :)

    Of course the world ends. You did that to us. When the ice melted, you said nothing. When the plague spread, you did nothing. When the nukes dropped, you became nothing.

    -Bormin-

  • Kenne das Gefühl auch - nene Abend nix tun, endlich Zeit zum zocken und dann frage ich mich, was ich denn spielen soll. Schlussendlich 4 Spiele gestartet und nach 10 Minuten wieder abgebrochen weil ich keine Lust hatte. Endet dann meistens damit, dass ich mir nen Film reinziehe und pennen gehe. Oder irgendwelchen Schrott im Inet anschaue wo ich mich nachher frage, wieso ich das nun eigentlich gemacht habe :wacko:


    Ich spiele auch heute noch sehr gerne die alten Spiele wie AoE II, Sim City 4 oder Supreme Commander, auch wenn ich die auwendig kenne. Spass machen sie auf alle Fälle noch und erinnern auch immer an die "guten alten Zeiten". Neue Spiele sind ja schön und gut, aber wirklich neu ist dabei einfach nichts mehr, nur die Zusammensetzung der Zutaten und die Grafik. Oft gabs auch neue Spiele die ausser der Grafik und 1-2 neuen guten Werkzeugen in keinster Weise mit den alten Spielen mithalten können (z.B. Cities Skylines, ein an sich gutes Spiel, dass aber im Vergleich zu SC4 leider nie die gleiche Wirkung auf mich erzielte). Von da her hab ich auch gar kein Bock manch neue Spiele auszuprobieren. Hin und wieder gibts aber paar Perlen wie Factorio und Subnautica oder mal ne gute frische Variante von etwas Bekanntem das was hergibt (z.B. Transport Fever als "Neuauflage" eines Railroad Tycoons).


    Kurzum: bei mir ist es so, dass ich schon zu viele Spiele gespielt habe und die Mechaniken dahinter verstehe, als dass mich jedes neue Spiel sofort animiert. Eine (sehr) gute Story dahinter und/oder eine saubere Mechanik ist sehr viel mehr Wert geworden als noch früher wo es einfach darum ging Zeit zu verbringen. Qualität vor Quantität.

    Und manchmal hat man halt einfach keine Lust auf zocken wie man keine Lust auf einen Spaziergang trotz bestem Wetter haben kann ;-)

  • Hach ja, die guten alten Zeiten.

    Wo noch die Lanparties das non plus ultra waren.

    Wie oft wurde Warcraft 3, Doom, sonstige Coop shooter oder Quake mit Freunden gezockt, oft die ganze Nacht.


    Heute ist es mit fortgeschrittenem Alter so, dass man sich das zocken oft mal vornimmt und dann wie Impreza2000 schon erwähnte man vor der Auswahl steht und sich nicht entscheiden kann.

    Den Vorgang mit Film und Sofa einschlafen kenne ich ebenso genauso gut, wobei ich auch schon beim zocken einschlief.

    Dies assoziiert man dann mit dem langen Tag, Alter oder doch einfach, dass man früher nicht so verwöhnt war.

    Man freute sich noch mehr auf die Tage wo man sich die Zeit nahm, solche Spieleabende oder gewisse Spiele aufzusaugen, weil man nicht die Mittel hätte sich alle Spielewünwche zu erfüllen, wie es Heute der Fall ist.


    So würde ich abschließend sagen, sind wir nicht nur verwöhnt, sondern einfach in der komfortablen Situation nach Geschmack, Story, und Immersion des Spieles abzuwägen.

  • Eine Mischung aus allem denke ich. Ich brauche einen Weg meistens.

    a) Charakter ausbauen. Wie oft hab ich schon neu angefangen, nur weil ich mich Gott ähnlich gefühlt habe.

    b) Grafik. Ich kann mit 512x512 Pixeln im Gesicht nichts anfangen.

    c) Sympatie für mein Charakter. Es genügt schon eine schrille Stimme, und das war es mit dem Spiel. Beispiel: Unnatürlichkeit von Aleksios in ACO.

    d) Story ist mir beim spielen überhaupt nicht wichtig. Da schaue ich lieber einen guten Film, statt endlose Dialoge zu führen.

    Ich könnte noch ein paar Punkte ausführen, dennoch bin ich jetzt schon zum Ergebnis gekommen: Ich bin verwöhnt ;)^^

  • Also mir geht es ähnlich wie euch.


    Persönlich ist eben immer weniger Zeit zum Spielen da und manche Spielen entziehen sich einfach vollkommen meinem Schirm. Da passt man einmal kurz nicht auf schon gibts drölf neue Titel die alle einfach an mir Vorbeigehen. Ach was, ganze Genres wie dieses Battle Royale Zeug geht restlos an mir vorbei. Insgesamt Online Spiele. Habe erst vorgestern zum ersten mal von diesem Escape from Tarkov gehört. Da wäre ich vor zehn Jahren garantiert tierisch drauf abgegangen.


    An sich ist immer weniger Zeit für Spiele da und wenn ich dann mal etwas Spiele, dann meist dieselben drölf Spiele wie seit Jahren. Da läuft dann zum hundersten mal ein zum bersten gemoddetes Skyrim, mal wieder ein Witcher 3 oder eine Monstersitzung HoI4. Dazu habe ich seit einige Zeit auch eine Nintendo Switch, die nochmal unheimlich entschleunigend wirkt.


    Was Grafik angeht, die sollte einfach zum Gameplay "passen", was auch nur relativ ist. Wenn ein Spiel ultra immersiv sein will muss die Grafik eben sehr detailiert, hochauflösend und scharf sein. Wenn es ein Indie-Spiel mit einem neuen Spielkonzept ist, dann eben gerne auch mal etwas minimalistisches ohne Texturen.


    Manche Spiele sind eben Meilensteine und setzen neue Maßsstäbe wie ebnen der Witcher 3, manche Spiele sind einfach mit ihrem Minimalismus und uralten Spielmechaniken bis ins Detail perfekt, wie Stardew Valley. Mir ist fast nur noch wichtig das das gesamtpaket stimmt, also eine Entwicklung mit ein wenig Liebe zum Detail, ein interessantes unverbrauchtes Setting und ein funktionierendes Grundgerüst. Ich bin mit unter 30 einfach gefühlt zu alt dafür mir Bugfeste und halbgare Sachen anzutun oder mich auf die Güte geldgieriger Publisher einzulassen.

  • Danke für die reichlichen Antworten. Ich dachte mir bereits das es vielen Usern ähnlich oder sogar genauso geht. Irgendwie ist es natürlich auch die logische Konsequenz aus der totalen Konsumflut, die tagtäglich über uns hereinbricht.


    Wie ich bereits vor einigen Wochen im Zusammenhang mit Amazon schrieb, werden meine Konsequenzen sich nun nicht mehr nur darauf ausrichten, das ich meine Onlinekäufe auf‘s absolut Nötigste beschränke, sondern auch meinen Konsum von Unterhaltungsmedien drastisch reduziere.


    Ich hab‘ also bei STEAM und im PSN aufgeräumt und mehr als die Hälfte der Spiele deinstalliert und ausgeblendet.

    Vorbestellungen und spontane Sale-Einkäufe wollte ich mir in Zukunft ohnehin ersparen und muss mir dies nur regelmässig ins Gedächtnis rufen.

    Zusätzlich habe ich meine Netflix-Mitgliedschaft zum Monatsende gekündigt und werde also auch meinen Serien- und Filmkonsum drosseln, denn der uneingeschränkte Zugriff verleitet einfach zu sinnlosem Konsum und raubt den eigentlich tollen Spielen und Serien ihren Reiz.


    All die Spiele, Serien und Filme müssen wieder zu etwas besonderem für mich werden, damit ich sie wieder richtig schätzen lerne.

  • Obwohl die Gaming-Abende also wesentlich seltener vorkommen und ich viel weniger Lebenszeit beim spielen vergeude, kommt es immer öfter vor, das ich einfach nicht weiß was ich eigentlich spielen soll oder gar kein Lust zum spielen habe, obwohl ich Zeit hätte.
    Da freue ich mich mehrere Wochen auf ein Gaming-Wochenende, nur um dann planlos durch die überfüllten Bibliotheken von PSN und STEAM zu scrollen. Was wie eine anfängliche Gaming-Depression aussah, wurde inzwischen fast zur Routine. ||

    So zum Anfang, das könnte durchaus schon ein Vorzeichen eines Burnouts sein. Also genau drauf achten. ; )

    Aber zum Thema, ich hatte, so ca Anfang der 30er auch so eine Phase wo ich dachte das wars mit zocken. Spiele konnten mich kaum noch richtig fesseln und irgendwie hatte ich immer das Gefühl das die alten Spiele alle viel besser waren. Das war zum Glück nur eine Phase den heute, mit fast 42, spiel ich wieder total gerne. So Perlen wie Witcher3, Zelda-Breath of he Wild, die Dark Souls-Reihe, Bloodborne, Sekiro, Mario Odyssey und viele weitere Titel haben mir gezeigt wie viel Spaß ich noch am gamen habe und vermutlich immer haben werde. : )

    Also vielleicht ist es auch bei dir nur eine Phase. Vielleicht sind die Games die grad am Markt sind nicht so deines, es gibt ja auch eindeutig Modephasen (und ja auch Videospiele unterliegen Modephasen) die einen einfach nicht zusagen.

  • Ich hab ein Prinzip, ich spiele keine Onlinespiele. Finde das einfach gruselig dabei mit anderen zu kommunizieren. Habe da schon gesundheitsbedingt im realen Leben Probleme mit, da werde ich das mit Sicherheit nicht tun, wenn es ums Entspannen gehen soll. Zumal ich dabei ja auch ständig Termine einhalten muß. Die Leute treffen sich schließlich und machen zusammen Quests...

    Mir ist bei Spielen wichtig, das ich möglichst viel in das Spiel eingreifen kann und auch möglichst einfach.. Also meine eigene kleine Welt aufbauen kann. Bei Fallout lasse ich z.B. per Konsolenbefehl unheimlich gerne Nick und DiMa in eins meiner Settlements ziehen....macht mich einfach glücklich, wenn sie beide da rumlaufen und ich sie immer sehen kann....oder wenn ich mir unendlich Leben machen kann, wenn mir das Spiel zu schwer wird. Es soll schließlich nicht in Frustration enden. (Also noch ein Punkt, warum onlinespiele wegfallen.)

    In meiner Freizeit mache ich eigentlich kaum was anderes als zu spielen. Filme kann ich kaum verfolgen, da ich gesundheitsbedingt oft die Leute nicht wiedererkenne. Wenn 3 Blondinen im Film mitspielen und dabei auch noch ihre Frisuren ändern, steige ich nicht durch und kann dem Film ohnehin nicht mehr folgen. Mit Serien genauso, also warum nicht spielen? Andere gucken Filme, ich spiele. ^^

    Ich spiele auch immernoch gerne Spiele wie Secret of Mana (aber die alte Version, die neue ist mir zu lieblos, das hätte man besser machen können, heute erwarte ich Grafiken wie in Skyrim und keine Knuddelgrafiken) u.s.w., aber ich habe in letzter Zeit bei vielen Spielen auch das Gefühl, das sie sehr linear sind. Einmal durchspielen und man hat alles gesehen. Da kann ich besonders Tales of Symphonia als Beispiel nennen. Der erste Teil konnte mit allen Charakteren einmal durchgespielt werden und man hat jedesmal eine andere Szene gesehen....TOS2 war buchstäblich ein Schlag in die Fresse für die fans. Das Spiel schien schnell zusammengeschustert zu sein, es war absolut linear und man konnte noch nicht mal entscheiden, in welche Stadt man gehen möchte. Und dieses Prinzip setzte sich fort in den folgenden Tales of...Spielen. Man könnte das heute so schön anders machen, aber man hat das Gefühl, die wollen nicht. Hauptsache billig und schnell. Die Spiele scheinen nur noch lieblos zusammengesetzt sein...die Dungeons sind sehr ähnlich, die Landschaften werden je nach Klima einfach mal weiß eingefärbt, genauso wie die Gegner.....und dafür wollen die ernsthaft auch noch Geld?

    Aber auch viele andere Spiele sind mir einfach zu linear. Metro würde ich eigentlich gar nicht mehr anfassen, wenn meine Madame mich nicht dazu zwingen würde. :D Genauso wie Fallout, das hätte ich nach fallout 3 eigentlich auch nicht nochmal angefasst.....mir war die BOS sowas von unsympathisch und ich fand diesen Riesenroboter sowas von albern...hätte man der Enclave joinen können, wäre es anders gewesen. New Vegas und FO4 hab ich geschenkt bekommen und denen deshalb nochmal eine Chance gegeben (und habe es nicht bereut. ;) )

    Ich spiele eigentlich nicht weniger....aber bevor ich ein Spiel kaufe, warte ich bis einige Jahre in Land gegangen sind und ich kaufe nicht mehr drauf los. TOS2 und einige Titel danach waren Lehrgeld genug. Und meistens sind die GOTY Versionen billiger, meine Fragen und technischen Probleme können meistens schon beantwortet werden, es gibt vielleicht sogar Mods und die DLCs sind in den GOTY Versionen meistens darauf abgestimmt keine Probleme zu verursachen.

    I am putting myself to the fullest possible use, which is all I think that any conscious entity can ever hope to do.

    (HAL9000)

  • Wie aus einigen meiner Spieleberichte hervorgeht; Ich bin von den alten Spielen verwöhnt.

    Das ist wohl auch einer der Gründe aus denen ich eher ein altes Spiel zum wiederholten Male spiele als ein neues auszuprobieren.

    Die alten der Tales of-Reihe, Maniac Mansion, Woodruf und sogar Spiele die nur einen Weg aufweisen wie Day oft he Tentacle, Simon the Sorcerer 1+2, Kings Quest, Space Quest. Wobei es bei letzterem so schöne viele Möglichkeiten gibt zu sterben. Sogar mit unterschiedlichen Sterbeszenen.


    Freeelancer, hat so schöne Musik. RE muss es wirklich bald mal wieder spielen. Ja. Nur wegen der Musik wegen.

    Es erinnert mich ein wenig an Innerspace. Schiffe gestalten und Auftrag erfüllen.


    Bei Space Colony und Sims liebte ich das Bauen und RE das Spielen. Zweiteres hat richtig spaß gemacht sobald Tante und Onkel Rosebut Unterstützung zusagten. Die Grafiken waren mager jedoch ausgereift. (Negativbeispiele siehe Fallout 4.) Ich würde sogar sagen für die damalige Zeit war die Grafik gut. Es gab zahlreiche Möglichkeiten einen Character zusammenzustellen UND ohne großes Programmierkönnen war es möglich eigene Kleider und Frisuen zu erstellen, bzw. andere Fanmades einzufügen. (Ich frage mich wie viele ihren ersten Versuch total verhunzt haben…. *schauder * … ich habe ein Monster erschaffen…..

    Space Colony hat vorgegebene Level und die Möglichkeit Level selber zu basteln. Es waren zwar einfach, jedoch volle Grafiken.


    Mir ist einfach wichtig etwas durch ein Handeln verändern zu können.


    Diese Möglichkeit fehlte mir bei Dead Space (die Reihe die von Fortsetzung zu Fortsetzung schlechter wurde). Bei Mass Effekt Andromeda wird dem Spieler nur vorgetäuscht etwas zu verändern. Ich bezweifle, dass wenn die Priesterin nicht stirbt, dass die Kett uns anders gegenüber stehen werden.

    Ich bin sehr sicher, dass wenn wir den niedlichen Kett mit dem Hornkreis töten, das Ende anders wird.


    Ich hasse es wenn Spiele Lücken aufweisen. Halb fertig sind, sozusagen.

    Bei Mass Effekt Andromeda und Outer Worlds bleibt das Geheimnis um die Erde, gleich wie, unbeantwortet.


    Einfallslosigkeit. Ein weiterer Nachteil. Eines der besten Spiele. Tales of Symphonia (1). Am Ende soll etwas einen Namen bekommen. Statt einen auszuwählen wird einfach keiner genannt. Richtig gut wäre es gewesen, wenn der Spieler einen Namen hätte eingeben können und dieser mit allen Errungenschaften für das nächste Spiel übernommen worden wäre. Selbst den alten Namen nehmen wäre besser gewesen als dieses Ausbleiben von allem.


    Es jedem recht machen wollen und daher keine Entscheidung treffen. Das gibt es in der Politik zu genüge. Soetwas brauche ich nicht in Spielen. Eine gute Begründung ist nötig.

    Positivbeispiel. Tales of Symphonia. Kratos. Wenn ich ihn statt Zelos als Begleiter möchte muss ich bestimmte Kriterien erfüllen und damit leben, dass er sühnen möchte und sein bisheriges Leben, dessen Entscheidungen schlecht nennt.

    Ich hasse das.

    Ich habe die Möglichkeit den Aufreißer zu behalten.

    Die Begründung liegt darin, dass der „Böse“ bis zum Ende als böse dargestellt werden muss. (Das sehr viele die Situation anders sehen beruhigt mich etwas. Nur wer den „Bösen“ als Böse sehen möchte, soll das tun.) Dann gibt es noch den Hintergrund der japanischen Kultur in der dieses Büßen und Sühnen als edel gilt. Naja, ich muss nicht erwähnen zu welcher Personengruppe Kratos zählt.

    Beide Wege geben leichte Änderungen. Meine Entscheidung bewirkt etwas.


    Ähnlich bei Tales of Destiny. Wenn ich meine Charaktere vor dem ersten Bosskampf so hoch levle, dass ich den ersten großen Gegner (oder war es der Zweite?) besiegen kann, dann gibt es ein alternatives Ende. OK, damals nur eine kurze Szene und einen Informationstext, aber ich habe mit meiner Entscheidung etwas beeinflusst und ziemlich dumm aus der Wäsche geschaut... .


    Der Großteil der neuen Spiele ist schlechter.

    Die Gründe sind einfach herzuleiten.

    -Größerer Markt (Mehr PC-Besitzer, größere Akzeptanz der Eltern für Spiele. Konkurrenz der Supereltern, die mehr Geld für die Geschenke ausgeben um sich zu profilieren, … .)

    Spiele erscheinen schneller.

    Sie sind daher kürzer im Gespräch.

    Auch wenn ich für Larry den falschen Humor habe es ist gelungen, durchdacht und die Lösungen sind herleitbar. Wenn du dir die Hände nach dem Toilettengang nicht wäscht, selber Schuld.


    Die neuen Spiele sind zu voll gepackt.

    Es gibt dies und das und jenes und alles zeitgleich.

    Statt ein Notizbuch einzubauen wie bei Nancy Drew gibt es die leuchtenden so wie nicht leuchteten Punkte und Lichtsäulen, Umrandungen ect.

    Der Spieler hat weder einen Grund die mittlerweile viel zu langen Texte zu lesen, noch sich etwas zu merken, noch die Gegend zu erkunden.

    Dadurch wird Zeit gespart. Für die versteckten Dinge braucht niemand mehr eine Komplettlösung oder Geduld.

    Selten, dass es unnütze Sackgassen gibt in denen einfach nur eine besonders auffällige Pflanze gibt, die nicht jedes Mal im Spieleverlauf benötigt wird.


    Essentielle Items können nicht verkauft werden. Warum also überlegen was sich im Inventar befindet? Auch die seltenen Items gibt es heutzutage massig. (Da ist mir das Unterhosenmonster [<-- zu viele Bedingungen zeitgleich und dann nicht jedes Mal] fast noch lieber.)

    Warum kein Quest starten, den verkauften Gegenstand zurück zu bekommen oder alle Händler absuchen bis der gefunden ist, der diesen Gegenstand hat.

    (Das Robin Hood GB-Prinzip ist absolut daneben.)


    Alles in einem Durchgang erledigen.

    Wenn eine Spielereihe dafür bekannt ist, OK. Aber um diese Spielergruppe (einmal spielen, alles erleben, dann Spiel in den Müll) einzufangen, die Spielereihe, die für „Erlebe alles etwas anders, weil du dich für bestimmte Freunde entscheidest“ zu verändern nenne ich unverschämt.

    Durch diese Änderung werde ich gezwungen jedes kleine Geheimnis von jedem Character zu erfahren. Ewige Szenen, kurze Kampfzeiten, Szenen, Skits… . Das ist ermüdend.


    (nochmal anders ausgedrück)

    Früher gab es kleine Szenen und viel Spielen. Bei Zelda nervte die Eule… heute ist jede Szene wie die Eule.

    Früher gab es einen Vorspann, evtl. eine Zwischenszene und einen Endspann (bei den Japanischen oft mit kleinem Zusatz, wie bei Illusion of Time. Wenn die Konsole lange genug an blieb saßen die Charas in einer Schule und gingen nach hause. Solche liebevollen Zusätze fehlen. Einfach ein Das wird dann sein. Du hast die Welt nicht umsonst gerette. Wiedergeburt. Du hast die Welt nicht umsonst gerettet, sieh nur allen geht es gut, so groß sind die Städte geworden (Secret of Evermore). Heute gibt es unzählige lange Szenen statt kurze Sequenzen und Hinweise in Textform bei gesprächen.

    Bei Tales of waren die Skitz früher kurz. Ein zwei Sonderskitz je Chara die etwas länger waren… heute sind es mehr und längere Skits….

    Bei zu viel vergeht die Lust (Auch wenn alles bei einem Durchlauf zu schaffen ist, bzw. aufgezwungen wird, nervt das.) Selbst der Kollege, der FF mag weil alles beim ersten durchlauf zu schaffen ist, hat sich von Mana 2 SNES begeistern lassen und es mit zwei Gruppenzusammensetzungen duchgespielt. (Die drittte mit dem Remake -Meine Meinung darüber steht wo anders) Wenn selbst so ein Neuzeitkiddi von der Möglichkeit eines erneuten Durchlaufes überzeugt werden kann, gebe ich die Hoffnung auf eine Besserung nicht auf.


    Immer öfter wird angezeigt wenn es was neues gibt… was soll das ? Entweder jemand redet öfter mit den NPC und erfährt mehr, oder eben nicht.


    Unausgeglichenes Leveln.

    Mit Level 9 haut mich das Monster aus Gebiet A weg und mit Level 10 haue ich das Monster mit einem Schlag weg. Da läuft etwas verkehrt.

    Das sind die Spiele, bei denen die Steuerung keine Auswahl der Angriffe zu lässt. Ist ja auch egal welchen Angriff ich nutze wenn egal wie drauf hauen das Monster besiegt.

    Es war besser als ich noch herausfinden musste wer wie am besten zu besiegen ist und meine Techniken entsprechend anpassen oder optimieren musste.

    Giftempfindlicehr Chara --> Giftgegner --> Abstand

    Baummonster --> Feuer

    Feuerdrache <-- Feuer = Gegner HP+

    wann stoßen, schlitzen, Sprung-Schlag anzuwenden ist.


    Die schlimmste Steuerung ist die, bei der ich mich bewegen muss, oder Sprachbefehle geben soll.

    Anstatt gemütlich im Bett noch etwas mit dem Handheld zu spielen soll ich körperlich umdrehen um nach hinten zu schauen.

    Was machen Gehbehinderte? DS zuklappen, Rollstuhl drehen und sehen, dass das Umdrehen womöglich nicht angenommen wurde?

    Bei Zelda mussten nur die Fackeln an und ausgepustet werden. Beim Essen spielen wird da schwer.

    „Bella“ in dein Gerät rufen, wenn du im Frühling draußen spielst, um deinen Nintendog zu rufen ist peinlich. Mir ist es peinlich. Leute mit Sprachbehinderung können es gar nicht spielen. (Da habe ich eine Entität zum Testen für. Seine Stimme wurde nicht erkannt.)

    Die Idee dahinter, die besorgten Eltern zu beruhigen, wird besonders amüsant wenn du dem Richtigen bei den Tanzspielen der PS-Konsole zu siehst. Der Sieger bewegte sich so gut wie nicht. Er kannte die Punkte.

    Ähnlich lustig der 100% Sieger bei Sing Star. Sie summte nur.


    Mehrfachenden. Maniac Mansion zeigt wie es geht.

    Ich finde ja die Ausrede der Deponia Programmierer gut, warum Deponia 1 diese Möglichkeit nicht nutzte.

    Sie haben von Anfang an eine Fortsetzung geplant.

    Ich hätte ihnen Metro 1 + 2 auf den Tisch knallen sollen.

    Wer diese Spiele nicht kennt: Bei Metro 2 wurde von den Programmierern festgelegt, dass ein der drei Enden stattfand, unabhängig davon welches der Spieler wählte.

    Heutzutage würde ich erwarten, dass mein Ende ausgewählt wird.

    Also: Mein Chara spielt weiter, außer er starb am Ende. In diesem Fall muss ein Chara da sein, den ich alternativ steuere, auch wenn ich Teil 1 nicht spielte (oder keinen Save mehr habe).


    Noch etwas, dass mich bei den heutigen Spielen nervt.

    Der Text rattert durch. Ich habe keine Möglichkeit vor Untertitelwechsel (oder Textwechsel bei unsynchronisierten Spielen) ein unbekanntes Wort nachzuschlagen oder nachzulesen, wenn die Aussprache undeutlich war.

    Früher war nur so möglich. Dann war es übergangsweise so, dass ich einstellen konnte was ich möchte. Heute bleibt mir nur zu hoffen mittlerweile jedes Wort zu kennen oder mir muss der allgemeine Inhalt genügen.

    So würde ich heute keine Lust haben mit englischen Spielen zu beginnen. (Bei einem Film kann ich pausieren.)


    Ganz davon ab, dass die Untertitel immer kontrastärmer und kleiner werden. Untertitel brauchen nicht gut aussehen, sie müssen gut lesbar sein.


    Die Steigerung von diesem Ärgernis sind die Spiele mit zeitlich begrenzten Antworten wie bei Walking Death. Die Zeit ist um bevor ich jede Frage gelesen habe.

    Die Möglichkeit der Diskussion wie der erstellte Charakter reagieren würde, oder welche Antwort wohl welche Konsequenzen haben könnte entfällt ebenfalls.

    Es ist nicht realer. Ich muss meine Optionen nicht lesen, bevor ich jemandem antworte. Ich weiß was ich antworte. Ich kenne meine Welt und hier die Konsequenzen meines Handelns.

    Nur ein Beispiel: Erschießen oder leben lassen.

    Was würde ich tun wenn ich die Wahl habe? Richtig. Hier gibt es keine Waffe für mich UND keinen möglichen Untoten, den ich erschießen könnte wenn ich wollte.


    Sicherlich haben ich den alten Spielen Fehler verziehen, die ich heute nicht verzeihe. Damals konnten die Spiele noch nicht so viel Festplatten-, Arbeits- und Grafikspeicher nutzen.


    Ein Fehler der Hersteller war es besonders zu den Anfangszeiten von 3D-Grafik sofort zu beginnen anstatt die aktuellen Spiele wie geplant umzusetzen und erst im Anschluss die Möglichkeiten parallel zu erkunden.


    DLC-Burger. Ich denke diesbezüglich genügt dieses Stichwort.

    Zusätzliche Möglichkeiten ähnlich eines Teil 2 sind OK. Nur dann bitte kompatibel, ausgereift und entsprechend lang. Ein DLC nur für einen Satz neue Schuhe ist Geldmacherei.

    Ebenfalls wenn das fehlerfreie Gesamtpaket mit 5 DLC am Ende weniger kostet als das Hauptspiel.


    Remakes:

    Ich frage mich immer wie es sein kann, dass Remakes grafisch und akustisch schlechter sind als ihre Vorgänger, und gemocht werden.


    Oder wenn Inhalte, die beim Original nicht verwendet wurden weil der Speicherplatz fehlte (Orbvideos bei Mana für den SNES) weiterhin nicht verwendet werden.


    Es ist auch lustig, wenn ein Spiel fünf Remakes erlebt und andere Spiele dieser Reihe nicht mal ins englisch übersetzt werden.

    Noch toller wird es wenn die Fanübersetzung gestoppt wird, weil die Übersetzung angekündigt wurde und nicht erscheint. (Hier soll sich jeder seinen Teil denken.)


    Nachziehen von schlechten Vorbildern statt Konkurenz mit Top Grafiken zu bilden.

     Animal Crossing - Calshelding (Bei Zelda noch recht gut umgesetzt) (Vorher gab es eine kontinuierliche Verbesserung der Grafiken.)

    Es ist einfach leichter in der Herstellung und hat sicher auch geldliche Vorteile, die nicht an den Endverbraucher weiter geleitet werden.


    Daraus entstehen auch solche No-Gos wie z.B. bei Zelda Breath of the wild. Die Grafiken der Hauptcharaktere sind konturlos.

    Einige Gebäude, Hintergründe sind richtig gut, andere so leer wie meine Toilette nach dem Abspülen. Dadurch vergeht mir die Lust dieses Spiel zu spielen.

    (Ich war neugierig, und wollte mehr über die Handlung erfahren. Meine Erkenntnis: Ebenso wenig Zelda wie Skyward Sword. Möglich sogar noch weniger.

    Was ist so schwer daran ein simples Prinzip wie das von Zelda zu erfüllen?

    Ich weiß, einigen gefällt es sehr. Um gut zu diskutieren was alles an diesem Spiel nicht Zelda ist, müsste ich es durchspielen. So langweilig kann mir nicht sein. Auch wenn die Idee der Abnutzung mal etwas neues ist, befürchte ich das Masterschwert wurde dadurch zum Massenitem.) Zelda Twighlight Prinzess (Erste Version) hatte bessere Grafiken!


    Nachdem Mass Effekt und Outer Worlds Besserungen zeigten, bin ich versucht meine Prinzipien für Cyberpunk zu brechen. Immerhin ist noch ein Urlaub ausstehend, den ich mit Sicherheit nicht im Ausland verbringe.


    Nicht gut waren besonders folgende Punkte. Denn was außer Faulheit soll der Grund sein nicht als z.B. Krogan zu beginnen?

    Es müssten acht statt zwei Pathfinder eingesprochen werden.

    Es müsste "ein Menschen Ark wird gefunden werden" Abenteuer geschrieben werden.

    Die erste Mission müsste vier Textversionen haben.

    Sam müsste nicht unbedingt vom Salarian erfunden worden sein um an das Kind vererbt zu werden.,

    Früher hat man die Shareware geschenkt bekommen und kaufte, wenn es einem gefallen hat, das Spiel. Heute zahlt man für die Shareware und kauft sich alles zusammen bis endlich die Vollversion spielbar ist.